Hildegard Wohlgemuth

Im Juli 2002 habe ich Frau Wohlgemuth einen Brief geschrieben.  Darin bat ich sie, mir einige Bilder für "Papas Herzkasper" zu malen. Prompt sagte sie mir zu. Ich kannte ihren Stil aus dem Kinderbuch "Die Bettelkönigin". In jenem Buch, das sie mit ihren phantastischen Bildern illustrierte, wird ihr zuweilen furchtbares, zuweilen wunderbares Leben beschrieben. Diese Geschichte erklärt auch die Bienen und die lebendige Wolke, die auf vielen ihrer Bilder zu sehen sind. In meinem Dankesbrief an sie schrieb ich ihr:

"Ich glaube, dass ihre Bilder sehr gut geeignet sind, Kindergeschichten zu erzählen. Sie zeigen ganz geheimnisvoll aber auch freundlich die Dinge hinter den Dingen. Und so sehen Kinder die Welt. Wenn Sie also hinter ihrem Namen das Wort „Schizophren“ so wie eine Berufsbezeichnung setzen, so möchte ich ergänzen: "Hildegard Wohlgemuth, schizophren, Kind". Es gibt wenige Erwachsene, die sich trauen, die Welt durch Kinderaugen zu sehen. Sie sind so ein Wesen. Gäbe es mehr von ihnen, die Welt sähe besser aus."